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Südkurier vom  11.10-2010

Café Kurz als Western-Saloon

 

Deggenhausertal (atr) „Westerntown im Deggenhausertal“, sangen die „Easy Riders“ am Freitagabend im Café Kurz. Die vier Countrymusiker sorgten für ausgelassene Stimmung mit Songs quer durch ihr breites Repertoire.

 

Die „Easy Rider Band“ heizt mit Countrysound den Besuchern im Café Kurz ordentlich ein.

Unter den überaus tanzfreudigen Anhängern der Countrymusik konnte waren nicht nur Fox-Trott-Tänzer, sondern auch Formationen tanzende Line Dancer, die unterhaltsam anzusehen waren.

 

                         Bild: Troll

 

Seit 14 Jahren spielen die vier Musiker zusammen. Alfred, der urige Moderator und Gitarrist, Hans-Dieter ist Gitarrist und Chef der Truppe, Herbert spielt Bassgitarre und war ziemlich bekannt beim Publikum und nicht zuletzt Schlagzeuger Pedro, den die Band als Liebling der Frauen vorstellte. „Ich weiß nicht wie er das macht, jedenfalls hat er's drauf“, sagte Albert, der die Songs anmoderierte und für lockere Atmosphäre sorgte. Die Musiker spielten tolle Country-Rhythmen, gefällige Songs wie „Jambalaya“ und Stücke der Kultband „Truck Stop“, die dem Publikum zuweilen freudige Jauchzer entlockten. Bevor es zu wild wurde, spielten die Musiker, die allesamt für „handgemachte Musik“ stehen, auch mal instrumentale Stücke wie „Riders on the storm“ von „The Doors“. Die Gäste begeisterten sich auch für Schmuserunden mit „I'm a lonesome Cowboy“, von Pedro wunderbar interpretiert. Da hatte Alfred nicht zu viel versprochen, als er sagte: „Wir spielen, bis uns die Lungenflügel pfeifen.“

 

  Die jahrelange Erfahrung der Band kam an diesem Abend zum Tragen. „Wir haben früher alle Tanzmusik gemacht“, berichtete Hans-Dieter. Als die immer mehr digitalisiert wurde, hatten sich die vier Musiker zusammengeschlossen und sich auf ihre eigentliche Leidenschaft besonnen: Livemusik, und zwar handgemacht. Die Countryband ist viel unterwegs, meist in großer Runde – gerne aber auch mal in kleiner aber feiner Atmosphäre wie im Café Kurz. Für Bassist Herbert aus Weildorf war der Auftritt im Café eine Art Heimspiel, waren doch viele bekannte Gesichter unter den Gästen. Die Band spielte pfiffig, schmissig, rhythmisch – mit Stücken wie „The Wanderers“ auch mal außerhalb des Country-Repertoires. Die Gäste dankten es mit steter Tanzfreude, bester Laune und herzlichem Applaus.