
| Skulpturen
/ Objekte
Austellung von Pero Berber |
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| Atelier für Holz und Metall / Deggenhausertal |
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Südkurier vom 15.Mai 2010 Phantasie und Funktion kombiniertvon ANGELIKA TROLL
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Deggenhausertal – Bei Pero Berber aus Untersiggingen liegen Hobby und Arbeit nah beieinander. In diesem Monat hat er einige seiner Kunstobjekte aus Holz und Metall im Café Kurz ausgestellt. „Wenn man Phantasie in Objekten anbietet, entwickelt der Betrachter ebenfalls Phantasie“, sagte der Künstler. Der Mensch sei dazu ausgestattet, auf dieses Angebot zu reagieren. Berber ist gelernter Schreiner. „Ich war von Anfang an in einem Konflikt“, sagt er. Stets habe er das Gefühl gehabt, das zu verarbeitende Holz werde durch die Art und Weise, wie Möbel und Einrichtung hergestellt wird, zerstört. Pero Berbers Bezug zur Materie ist von großer Wertschätzung. „Ich bin aber kein Idealist“, sagt er. Für ihn ist jede Holzfaser, jeder Baumstamm etwas Besonders, strahlt Dynamik aus, die es dem Objekt anzupassen gilt. Die Möbelindustrie sei facettenreich geworden, aber es bleibe in der Grundqualität ein Massenprodukt. An diesem Schnittpunkt hebt sich der Künstler ab. In seiner Werkstatt im Gewerbegebiet Untersiggingen stellt er Möbel, Wohnobjekte, Treppen und mehr her. Sein Ziel ist es, Objekte mit künstlerischen Elementen herzustellen, die gleichzeitig funktional sind. Das mag zuweilen eine Herausforderung darstellen. Seine Einstellung zum Schreinerhandwerk ist individuell. Kunden können mit eigenen Vorstellungen und Wünschen zu ihm kommen. „Im Dialog entwickeln wir die Idee gemeinsam weiter“, sagt Berber. Es gelte, die umzusetzende Idee mit dem richtigen Material und individuellen Akzenten auszustatten und so lange am Plan zu feilen, bis für Kunde und Objekt die optimale Kombination entstanden ist. Auch im Bereich Kosten sei er eher Realist. Der Unterschied zwischen handwerklich solide und solide künstlerisch sei gleich Null. Es gehe um Produktion und Material – seine künstlerische Idee zum Objekt gibt es sozusagen als Zuckerstückchen dazu. Nach seiner Schreinerlehre hat Pero Berber bei verschiedenen Bildhauern Erfahrung mit Metall gesammelt. Seit 1983 ist er selbstständig. „Vorgegebene Stücke zu bauen, das hätte ich nicht ausgehalten“, meint er. Heute verbindet der Künstler seine Lieblingsmaterialien. Die Kunstobjekte sind seit den 80er Jahren immer präsent, aber davon leben könne er nicht. Mit seinen Objekten hat er an zahlreichen Ausstellungen mitgewirkt. Ob im Schloss Salem, in Konstanz im Konzil und im Bürgersaal oder in der Olympiahalle in München – seine Skulpturen sind begehrt.Die „Wellensäule“ vor dem Café Kurz entsprang den Erlebnissen, die Berber bei einer Dänemarkreise am Meer beeindruckten. „Es war der Rhythmus des Meeres, der mich inspiriert hat“, erinnert er sich. Die impulsiven Wellen wollte er aufnehmen und die Wiederholung. So ist eine wunderbare Skulptur aus Lärchenholz entstanden. In seinen Skulpturen sind Sturmerlebnisse und Lebensansichten ausgedrückt. Nicht alle Figuren haben einen Namen. Die Klangkulissen und Licht- und Schatteneffekte machen die Kunstobjekte noch interessanter, spannender im Anblick – je nachdem, wo der Betrachter hinguckt und wie er die Figur beleuchtet. Pero Berber beobachtet sein Umfeld, zieht Input aus dem Alltag, dem Theaterspiel und vor allem aus den wertvollen Materialien, mit denen er umgeht. „Meistens arbeite ich mit Eiche, Lärche und Robinie“, sagt er. Für ihn ist Holz ein lebendiges Material, dessen Oberfläche und Ausstrahlung es in die Objekte zu integrieren gilt, um dem Material gerecht zu werden. |